Zwischenstand

Wie ich bereits in der Kategorie „About“ erwähnt habe, stockt mein Projekt „Essig gegen Nagelpilz“ im Moment. Grund ist, dass ich im Herbst erneut schwanger geworden bin und infolge der geschwächten Immunabwehr (die hat mir ja schon in meiner letzten Schwangerschaft zwei neue Pilznägel beschert) der Nagelpilz förmlich explodiert ist. Innerhalb weniger Wochen waren zwei Nägel wieder weitgehend weißlich-gelb, bei einem weiteren gilbt es ein wenig am Rand. Ich tupfe weiter Essig, aber die Fußpflege habe ich mir in den vergangenen Monaten gespart – die kam mir tatsächlich vor wie rausgeschmissenes Geld.

Da ja nun aber wieder Freiluftsaison für die Füße ist und Lackieren auf die Dauer auch eine umständliche Lösung ist (damit der Essig an die Nägel kommt, muss man den Lack ja nach ein bis zwei Tagen wieder entfernen), bin ich heute doch mal wieder zur Fußpflege gegangen und habe gebeten, die Nägel so kurz und dünn wie möglich zu schleifen. Zum einen ist dann zumindest für den nächsten Monat der Gilb erstmal wieder weg. Zum anderen habe ich ja die These, dass die Essigtherapie dann am besten wirkt, wenn der Nagel ganz dünn ist, weil die Säure dann am besten ins Nagelbett dringen kann, wo sich der fiese Pilz versteckt. Ich hoffe, auf diese Weise geht es dann nach der Geburt schnell wieder bergauf.

Advertisements

Monat 11: Da waren es nur noch drei

Ich habe eine ganze Weile keine Neuigkeiten von meinem Fuß gepostet, nun ein kurzes Update.

Die Essig-Pause, die die Fußpflegerin mir empfohlen hatte, kam für mindestens einen Zeh zu früh und es deutete sich ziemlich schnell an, dass der Gilb wiederkommen würde. Inzwischen tupfe ich also wieder zweimal täglich Essig auf meine Nägel.

Immerhin, einen Erfolg gibt es zu vermelden: Bei einem von vier befallenen Zehen ist der Pilz bisher nicht wieder aufgetaucht, weder in der Pause noch danach (ich betupfe ihn derzeit noch mit, weil es ja eh nicht mehr Aufwand ist, aber in zwei, drei Wochen werde ich mal damit aufhören. Dann betrachte ich ihn offiziell als nagelpilzfrei). Es ist übrigens der Zeh, den ich noch vor einem Jahr als besonders eklig empfunden habe: der mittlere Zeh. Dort bröckelte der Nagel in großen Stücken ab, während die übrigen Nägel nur weiß-gelb verfärbt waren (auf den alten Fotos kann man das noch erahnen). Es geht also 🙂

Monat 7: Sommerfüße

Image Wie versprochen kommt hier ein Foto von meinen Füßen, das ich vor einigen Tagen aufgenommen habe. Na gut, wenn man’s weiß, kann man die Pilznägel noch erkennen. Aber im wesentlichen daran, dass die Haut rund um den Nagel so eingerissen aussieht. Ich entferne sie ab und zu mit einer Nagelschere (die ich danach abkoche) und creme sie mit einer Fußcreme aus der Drogerie ein (die Fußpflegerin hat mir die dm-Hausmarke mit 10 Prozent Urea empfohlen). Ich verzichte seit fast zwei Wochen auf den Essig, aber gestern nach dem Duschen ist mir aufgefallen, dass die Haut um die Nägel an meinem linken Fuß (den mit dem Nagelpilz) vom Wasser viel mehr aufgeweicht wird als an meinem rechten Fuß. Offenbar dauert es eine ganze Weile, bis die Haut sich wieder regeneriert hat. Und das, obwohl ich nie größere Beschwerden mit dem Essig auf der Haut hatte.

Monat 6: Pause einlegen

Es gibt Neuigkeiten: Die Fußpflegerin war vor einigen Tagen recht zufrieden mit meinen Nägeln und hat mir geraten, mit dem Essig eine Pause zu machen. Zum einen sind die Nägel seit Beginn meiner Essig-Behandlung inzwischen einmal komplett nachgewachsen und sehen schön rosig aus. Zum anderen soll sich die Haut an meinen Zehenkuppen ein bisschen erholen können. Ich habe zwar keine Probleme damit, dass der Essig brennt oder die Haut verätzt, aber die Haut wird nun einmal weicher dadurch. So könne der Pilz immer wieder leicht eindringen, meinte sie.

An den beiden kleinsten Zehen wölbt sich der Nagel ein bisschen hoch. Ich war daher skeptisch, weil das für mich doch noch sehr nach dem Werk meines fiesen Pilzes aussah. Aber die Fußpflegerin sagte, das könne auch daran liegen, dass die Haut so weich ist und durch die Schuhe immer Druck von vorn auf die Zehen ausgeübt wird. Nun ist ja zum Glück Sandalenwetter und ich hoffe, dass die Nägel nun schnell und schön weiterwachsen.

Apropos Sandalen: Ja, die kann ich inzwischen auch wieder anziehen! Vor allem jetzt kurz nach der Profi-Pediküre kann man praktisch keinen Unterschied mehr zwischen meinen Füßen erkennen. Ich werde demnächst mal ein Beweisfoto machen (sobald ich wieder mit eigenem Computer ins Internet gehen kann).

Für meine Alltagserledigungen lasse ich die Fußnägel nackig, so kommt mehr Luft dran und wie gesagt, man erkennt die Pilznägel nicht. Wenn’s doch mal schicker sein soll, hat mir die Fußpflegerin ausdrücklich auch Nagellack erlaubt, nur soll man den eben nach ein oder zwei Tagen wieder entfernen.

Woche 15: Selfmade-Pediküre

Wie sich schon angedeutet hatte, ist ein großes Stück Nagel vom dritten Zeh abgebrochen. Die Fußpflegerin hatte ihn ja ganz dünn geschliffen, und als er sich pilzbedingt nach oben wellte, hatte er keinen Halt mehr und blieb beim Sockenausziehen hängen. Zum Glück schmerzlos.

Seitdem kann ich den Zeh natürlich umso besser mit Essig betupfen. Das Ergebnis ist zufriedenstellend. Nach fast vier Monaten sieht man inzwischen deutlich, dass der Zehennagel unten rosa rauswächst und nur der obere Rand weiß und bröckelig ist.

Ich habe auch selbst Hand angelegt und mit einer alten Nagelschere die Nägel und das Nagelhäutchen vorsichtig abgekratzt. Das Nagelhäutchen an den verpilzten Nägeln wird bei mir immer so merkwürdig trocken und steht etwas ab (vielleicht verhornt es auch, wie die Nägel). Nach meiner Selfmade-Pediküre sahen die Nägel zum einen wieder etwas ordentlicher aus, zum anderen kann der Essig nun besser an die Nagelwurzel.Image

Woche 13: Auflösungserscheinungen

An meinem zweiten Zeh, der am wenigsten vom Nagelpilz befallen ist – nur eine kleine Ecke links oben ist weiß verfärbt -, ist ein Stück pilziger Nagel abgebrochen. Ein etwas dickeres weißes Stück bleibt noch, ansonsten könnte man den Nagel fast für gesund halten. Ob das so funktioniert mit dem Rauswachsen des Pilzes? Ich stelle mir gern vor, dass dieser Zeh der Testlauf für die anderen Zehen ist – wenn ich den Pilz hier loswerde, kann es auch bei den anderen Nägeln klappen.

Andererseits sieht der Zehennagel offenbar gesünder aus, als er ist. Am (definitiv gesunden) großen Zeh und an den Zehen meines anderen Fußes sehe ich ja, wie schnell ein Nagel normalerweise wächst. Diese Nägel sind nun, nicht mal drei Wochen nach der letzten Pediküre, schon wieder so weit gewachsen, dass ich sie schneiden muss. Die verpilzten Nägel dagegen sind praktisch nicht sichtbar gewachsen.

Woche 8: Makeover

Am Freitag hatte ich einen Termin bei der Fußpflege, und seitdem sehen meine Nägel wieder nicht mehr ganz so garstig aus. Ich hatte mir allerdings etwas mehr, nun ja, offizielle Bestätigung eines Heilungsfortschritts erwünscht. Letztlich musste doch wieder ganz schön viel dickes gelbes Zeug abgeschliffen werden und sie sagte nur zögerlich „Ja, ich hab auch das Gefühl, es ist ein bisschen besser geworden…“ Aber Geduld scheint ja beim Thema Nagelpilz das oberste Gebot zu sein.

Was mich allerdings etwas beruhigt hat: Ich habe den Pilz ja nur am linken Fuß, und ich habe auch nur am linken Fuß dickere Hornhaut. Ich hatte immer gedacht, dass da ein Zusammenhang besteht (schließlich mag der Pilz Hornhaut, deshalb sitzt er ja besonders gern im Nagel). Die Fußpflegerin meinte dazu, dass das linke Bein einfach mein Standbein ist und dass die Hornhaut mit einem Hautpilz nichts zu tun hätte. Wie schön!

So sieht mein Fuß nach dem Abschleifen der Nägel aus. Mit etwas gutem Willen kann man zB am Nagel der dritten Zehe den Rand erkennen, wo der Nagel rosa rausgewachsen ist. Leider wird es sicher nicht lange dauern, bis der hässlich Gilb wieder übernimmt…Image