Woche 8: Makeover

Am Freitag hatte ich einen Termin bei der Fußpflege, und seitdem sehen meine Nägel wieder nicht mehr ganz so garstig aus. Ich hatte mir allerdings etwas mehr, nun ja, offizielle Bestätigung eines Heilungsfortschritts erwünscht. Letztlich musste doch wieder ganz schön viel dickes gelbes Zeug abgeschliffen werden und sie sagte nur zögerlich „Ja, ich hab auch das Gefühl, es ist ein bisschen besser geworden…“ Aber Geduld scheint ja beim Thema Nagelpilz das oberste Gebot zu sein.

Was mich allerdings etwas beruhigt hat: Ich habe den Pilz ja nur am linken Fuß, und ich habe auch nur am linken Fuß dickere Hornhaut. Ich hatte immer gedacht, dass da ein Zusammenhang besteht (schließlich mag der Pilz Hornhaut, deshalb sitzt er ja besonders gern im Nagel). Die Fußpflegerin meinte dazu, dass das linke Bein einfach mein Standbein ist und dass die Hornhaut mit einem Hautpilz nichts zu tun hätte. Wie schön!

So sieht mein Fuß nach dem Abschleifen der Nägel aus. Mit etwas gutem Willen kann man zB am Nagel der dritten Zehe den Rand erkennen, wo der Nagel rosa rausgewachsen ist. Leider wird es sicher nicht lange dauern, bis der hässlich Gilb wieder übernimmt…Image

Woche 7: Erstes Aua

Einige Zehen sind nach der Behandlung mit Essig etwas empfindlich geworden. Sie reagieren in den Stunden nach dem Auftragen unangenehm auf Druck, also zum Beispiel auch auf Laufen in engen Schuhen. Der Schmerz scheint mir tatsächlich im Nagelbett zu sitzen. Was ja bedeutet, dass der Essig offenbar durch den Nagel hindurchdringt und die Haut darunter erreicht, wo sich der Nagelpilz eingenistet hat. Das wäre nicht die schlechteste Nachricht.

Trotzdem, Schmerzen beim Laufen sind natürlich kein Dauerzustand. Die Situation ist zwar erträglich (weniger schlimm als Blasen jedenfalls!), aber ich habe keine Lust, dass sich da etwas entzündet. Ich reduziere deshalb den Essig ein wenig. Bisher habe ich die Nägel immer richtig durchtränkt, jetzt trage ich etwas sparsamer und vor allem auf den unteren Rand des Nagels auf. Vor allem, weil ich demnächst wieder einen Termin zur Fußpflege habe – und ich mir das Schleifen solch empfindlicher Nägel sehr unangenehm vorstelle.

Im Internet findet man vereinzelt Berichte darüber, dass sich Leute die Nagelmatrix verätzt hätten mit der Essigessenz, und der Nagel darum krumm und schief nachgewachsen sei. Auch wegen dieser Schilderungen habe ich bisher immer ganz genau auf die Nagelmatrix – also die Stelle, wo der Nagel nachwächst – geachtet. Toi toi toi, die scheint bisher in Ordnung zu sein. Dem Nagelhäutchen hat der Essig bisher nicht zugesetzt.

Woche 6: Hoffnungsschimmer

Wenn ich die Haut um die verpilzten Nägel zurückschiebe, scheint mir der Nagel darunter rosa nachzuwachsen.

Noch weiß ich nicht, ob das dauerhaft ist oder ob sich die Stellen auch bald wieder infizieren werden. Bisher habe ich meine Nägel nie so genau angeguckt. Schon allein, um den Pilz nicht auch auf den Fingernägeln zu bekommen.

Festzuhalten ist bisher aber, dass die Anwendung von Essig gegen meinen Nagelpilz extrem einfach ist. Schon deshalb fällt es mir leichter dranzubleiben, als bei den üblichen Nagelsets, bei denen man täglich feilen oder einweichen muss. Wen es interessiert: Ich tupfe momentan zweimal täglich die Essigessenz unverdünnt auf die Nägel. Dazu kippe ich einen kleinen Schluck in die Verschlusskappe der Flasche und benutze dann ein Wattestäbchen. Dabei achte ich darauf, dass der Essig auch nur auf dem Nagel landet und nicht auf der Haut. Beim kleinen Zeh ist immer mal wieder was danebengegangen und hat sich dort gesammelt, wo der Zeh mit dem Nachbarzeh zusammenstößt. Daraufhin hat sich dort eine empfindliche weiße Stelle gebildet. Seitdem stecke ich mir ein Stück Klopapier zwischen die Zehen, bevor ich den Essig auftupfe. So ein Nagel-Abstandshalter zum Fußnägel-Lackieren würde sicher auch gute Dienste leisten.

So sieht mein Fuß übrigens sechs Wochen nach dem Abschleifen und dem Beginn der Essigbehandlung aus. Ein Bild von der Ausgangslage im Januar habe ich nicht. Vor dem Abschleifen bei der Fußpflege sah es noch schlimmer aus. Den rosa Hoffnungsschimmer kann man leider hier noch nicht sehen.

pilz-maerz